Federweißer ist ein alkoholhaltiges Weingetränk, das in der Regel aus weißen Trauben, meist Bachus, Siegerrebe oder Ortega, gewonnen wird. Von neu gepresstem Traubenmost bis hin zu fertig gegorenem Wein lassen sich alle Gärstufen des Traubensafts als Federweißer bezeichnen.
Charakteristisch ist die trübe Färbung des Federweißen: Dafür sind milchige Hefeteilchen verantwortlich, die sich in jedem neuen Wein finden. Und diese tänzelnden, federweißen Schwebeteilchen geben dem Federweißen auch seinen Namen.
Federweißer befindet sich stets im Gärprozess: Durch die Hefeteilchen wird der Zucker der Trauben in Alkohol und Kohlensäure aufgespaltet – ein süß-fruchtiges, alkoholhaltiges und prickelndes Traubensafterzeugnis entsteht.
Verkauft wird Federweißer ab etwa vier Prozent Alkoholgehalt. Damit ist er leicht alkoholisch. Das kann sich allerdings schnell ändern, denn der Traubenmost gärt immerzu weiter – bis zu einem Alkoholgehalt von etwa elf Prozent. Dann bezeichnet man Federweißer als Jungwein, der aber so sauer ist, dass er geschmacklich mehr an Essig denn an Wein erinnert.



